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Der Mann und seine Integrität
von Daniel Schönenberger, Männerforum Schweiz
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"Es ist rot!", rief meine Frau. Ich drückte blitzartig auf die
Bremse, doch ich stand schon mitten auf der Kreuzung. Während ich
rückwärts fuhr, blitzte auch schon die Radarkamera auf. Dies ausgerechnet
bei der Kreuzung, an der ich täglich vorbeifahre und deren Radarkamera
mir bestens bekannt ist! 'Warum passiert mir dies', ging mir durch
den Kopf. Während ich nun weiterfuhr und den Ärger mit der Rotlichtkamera
zu verdauen versuchte, war es mir, wie wenn Gott zu mir sprechen
würde: " Irgendwie denkst du, dass die Verkehrsregeln für andere
gemacht sind und du sie nicht so ernst nehmen musst. Warum bist
du so unfrei, dass du dich nicht daran halten kannst?"
Eine neue Freiheit
Diese Sätze führten in mir zu einem ganz neues Verständnis von Freiheit:
echte Freiheit ist nicht, wenn ich über den Regeln stehe, sondern
wenn ich mich dazu entschliessen kann, mich daran zu halten. Und
diesen Entschluss fasste ich damals im Auto (mit etwas Nachschubsen
durch meine FrauJ). Mir wurde klar, dass Gott mich mit einigen ähnlichen
Erlebnissen in eine Schulung genommen hat, um mich an diesem Punkt
frei zu machen. Um diese Freiheit geht es, wenn es im dritten Wert
des Männerforums heisst:
- Als Männer wollen wir in geistlicher, moralischer und sexueller
Reinheit leben.
Es geht dabei nicht nur um Freiheit von Süchten wie Alkohol, Drogen,
Arbeitssucht oder Pornografie, um das, was wir Männer am Abend
uns im Fernsehen oder im Internet anschauen. Sondern auch um die
Frage, wovon unsere Gedanken gefangen sind. Es geht um Ehrlichkeit,
darum, was uns durch den Kopf geht oder über unsere Lippen kommt,
wenn uns jemand auf der Strasse den Vortritt verweigert, es geht
um unsere Integrität in allen Lebensbereichen, auch dann, wenn
wir die Steuererklärung ausfüllen, die Spesenabrechnung machen,
im Büro telefonieren oder einem Kunden einen Liefertermin versprechen.
Oder darum, dass wenn wir versprochen haben, einmal früher nach
Hause zu kommen, wir nicht doch noch länger arbeiten.
Was kommt über den Fernseher in
deine Seele?
Im Hohelied 2,15 steht, dass es die kleinen Füchse sind, die den
Weinberg verderben. Es geht hier nicht um das gesetzliche Einhalten
von Regeln, sondern darum, dass wir uns von Gott in eine immer
grössere Freiheit hineinführen lassen. Wie froh bin ich nun z.B.,
dass wir vor über einem Jahr die Fernsehkonzession kündigten und
ich nicht ständig fernsehen muss. Seither sind die Abende viel
erfüllender und das Leben qualitativ besser geworden. Doch vorher
habe ich mich lange gesträubt und geglaubt, dies würde mich nur
einengen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Womit wir unsere
Gedanken füllen oder was über die Augen in unsere Seele kommt,
das bestimmt unser Leben. Und es ist sicher angenehmer, den Fernseher
zu entfernen, als sich das Auge auszureissen, das einen zur Sünde
verführt (siehe Matth.5,29).
Nun, wie kommen wir in diese Freiheit
hinein? Hier als Vorschlag einige praktische Schritte:
Triff Entscheidungen: bekenne deine Sünden und nimm die Vergebung
von Jesus an! Ändere deine Haltung!
- Macht es zum Thema in eurer Männergruppe!
- Nimm dir den Bereich in deinem Leben vor, in dem du am meisten
fällst und sprich mit einem Freund darüber!
- Arbeite einen konkreten Veränderungsplan aus!
- Gib einem Freund oder deiner Männergruppe gegenüber wöchentlich
Rechenschaft über deine Fortschritte oder Rückschläge (Anmerkung:
für die Ehebeziehung ist es nicht förderlich, wenn die Frau den
"Kontrolleur" spielen muss)!
- Rechne mit Gottes Hilfe und danke ihm für jeden Fortschritt!
Autor: Daniel Schoenenberger, Männerforum
Schweiz
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