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BANN DER PORNOGRAFIE
Noch ist die Sucht stärker
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Bereits seit meiner Teenagerzeit habe ich Probleme mit der
Selbstbefriedigung. Seit ich dann jedoch als 20-jähriger
zufällig ein Pornomagazin in der Mülltonne eines
Autobahnparkplatzes entdeckte, habe ich auch Probleme mit
Pornografie. Diese Hefte zogen mich an. Weil ich jedoch Mitarbeiter
in einem Jugendkreis war, traute ich mich nicht, solche einschlägigen
Magazine am Kiosk zu kaufen. Doch ich kann mich an Zeiten
erinnern, an denen ich ziellos Autobahnparkplätze anfuhr,
um eben wieder solche schmuddeligen Blätter zu finden.
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Einige Jahre später bekamen wir dann für unser Fernsehgerät
einen Kabelanschluss, und meine Sucht nach Pornografie fand neue
Wege. Heimlich schaute ich mir Erotikfilme oder Erotikmagazine zur
vorgerückten Stunde an. Natürlich war das, weil ich als
Christ leben möchte, für mich immer mit einem schlechten
Gewissen verbunden. Mehr als einmal habe ich mir geschworen, mit
dieser Sünde aufzuhören. Aber Pornografie ist wie eine
Sucht. Ich habe es bislang nicht geschafft. Ich weiss, dass ich
besonders dann in Gefahr stehe, Pornografie zu konsumieren, wenn
ich frustriert bin oder aber, wenn Zeiten mit grossen beruflichen
Anspannungen vorüber gehen und man dann einfach nachlässig
wird.
In der Seelsorge habe ich immer wieder meine Schuld und Sünde
bekannt und das Wunder erlebt, dass Jesus einen Menschen von all
seiner Unreinheit reinigen kann. Und dennoch habe ich bis heute
mein Problem nicht im Griff.
Vielleicht sollte ich einmal eine längere therapeutische Seelsorge
in Anspruch nehmen, aber zu diesem Schritt konnte ich mich bislang
nicht durchringen.
Postangestellter, 36,
aus Süddeutschland
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