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Die heimtückische Macht der Pornografie macht vor Christen nicht halt

Interview mit Silvia
(Name von der Redaktion geändert)

Mein Mann arbeitete während einigen Jahren als Gruppenleiter in einem christlichen Werk, zum Teil vollzeitlich. Er hatte in dieser Zeit keine feste Freundschaften, verwendete aber heimlich Pornografie. Nach dieser Zeit fiel er richtiggehend in ein Loch. Er selber vermutete damals, dass dies wegen Verletzungen durch Christen entstanden war.

So lernten wir uns kennen. Ich selber kam aus einer gescheiterten Ehe, war damals schon Christ.
Am Anfang unserer Ehe war es für mich merkwürdig. Er war sexuell völlig unzufrieden, hatte immer sehr spezielle Wünsche und kam kaum zum Orgasmus, ohne sich nachzuhelfen. Sexuell war er so gierig, dass es mich richtiggehend abgestossen hat. Ekel überkam mich, es erschien mir so unsauber. Ich kam mir benutzt vor. Das führte dazu, dass ich mich innerlich immer mehr von ihm distanzierte.

Er fiel immer wieder in Depressionen. Er war zwar da, aber nicht wirklich anwesend, hatte keine Zukunftsperspektive, alles war negativ, an nichts hatte er Freude. Im ganzen war er sehr selbstbezogen und Stolz, manchmal kamen starke Aggressionen hoch.

Ich verzweifelte fast. Alles was er von mir wollte, war Sex, für mich war es nur widerliche Gier. Sonst verstanden wir uns kaum noch. Unsere Probleme wurden grösser, ich wendete mich noch mehr von ihm ab.

Am Anfang unserer Beziehung hatte er mir beiläufig erzählt, dass er früher Pornografie angeschaut habe. Ich wusste damals nichts von all den Auswirkungen. Als wir heirateten vergass ich es. Ich fragte mich dann aber immer wieder, was die Ursache seiner Depression sein könnte. Ich versuchte alles, um ihn aus diesem Loch herauszuholen, nichts half, er kapselte sich immer mehr ab. Er distanzierte sich von Kirche und Glauben. Ich war richtig verzweifelt.

So ging es nicht weiter! In einem offenen Gespräche konnte ich ihm meine Verzweiflung sagen und er meinte, er würde gerne einen Befreiungsdienst in Anspruch nehmen. Er hatte das schon mal vor längerer Zeit getan und es hatte ihm geholfen.
Im Befreiungsdienst wurde offengelegt, dass er auch in der Ehe ständig Pornografie gebraucht hatte. Starke Dämonen wurden sichtbar, die ausfahren mussten. Eine grosse Verachtung mir gegenüber konnte geheilt werden.
Danach war er ein ganz anderer Mensch. Ich war völlig überrascht. Es war wieder Lebensfreude in ihm. Im Sexuellen war die Gier verschwunden. Ich fühlte mich nach langer Zeit wieder geliebt.

Einige Monate ging es gut. Dann erlebte er einen Frust und er begann neu Pornografie anzusehen. Und sofort begann das alte Muster erneut sich zu zeigen: Starke Ichbezogenheit, sich immer als Opfer zu fühlen, sexuelle Gier, Depression. So ging die Spirale erneut abwärts, es wurde immer schlimmer.
In einem Treffen mit Frauen erzählte ich ihnen meine Not. Sie beteten über mir und ich merkte, dass etwas Neues in mir entstand, eine Fähigkeit zur Liebe und Barmherzigkeit, die ich vorher nicht kannte. Es wurde mir bewusst, dass es für ihn nicht hilfreich war, wenn ich ihn anklagte und ihm mein Verletzt sein vor Augen führte und damit unter Druck setzte.

Ich fasste Mut, sprach ihn auf Pornografie an und er bekannte, dass er wieder hineingeraten war. Ich konnte mit ihm reden, ohne ihn anzuklagen, auch wenn es für mich sehr schmerzlich war. Für ihn war es ein ganz wesentlicher Schritt, mir gegenüber die Wahrheit zu sagen und seine Gebundenheit zuzugeben - es kostete ihn sehr viel.
Dieses Mal haben wir selber gemeinsam den finsteren Mächten geboten. Unter starken körperlichen Manifestationen fuhren sie aus. Danach war er wieder der feine und freie Mann, den ich nach dem ersten Befreiungsdienst kennengelernt hatte. Er las wieder in der Bibel.

Dieses Muster wiederholte sich drei bis vier mal. So begann ich, den Ursachen nachzuforschen, las, was über den Befreiungsdienst geschrieben wurde. Übereinstimmend sagen alle, dass die folgenden Kindheitserlebnisse Menschen für Pornografie empfänglich machen
- Ablehnung durch Vater oder Mutter
- Strenger, unnahbarer Vater
- Starke Minderwertigkeitsgefühle
Keine Zärtlichkeiten zwischen den Eltern
Verbogenes Bild der Sexualität

All die Elemente trafen auf meinen Mann zu: Sein Vater war sehr streng und gesetzlich, er selber hatte starke Minderwertigkeitsgefühle, erlebte viel Ablehnung. Sex war kein Thema zuhause. Seine Eltern waren nie zärtlich zueinander.

Gott arbeitete an mir, ich wurde barmherziger und wurde bereit, ihn wirklich anzunehmen. Dadurch konnten wir gemeinsam einen Weg der Heilung gehen. Wir arbeiten an den Ursachen in seiner Kindheit, an seiner Beziehung zu Gott. Es fällt ihm immer noch schwer, Gott als Vater anzunehmen

Heute haben wir ein sehr offenes und liebevolles Verhältnis zueinander. Wenn er schwierige Zeiten durchmacht und Frust erlebt, bemühe ich mich, ihm nahe zu sein. Er läutet mir aus dem Geschäft an, wenn er es schwierig hat.
Heute ist er frei von Pornografie, seine Beziehung zu Gott ist intensiver geworden, wir können miteinander beten.
Wir beide müssen auf der Hut sein. Die Versuchung hat noch nicht völlig ihre Macht verloren. Wir vermeiden, was meinen Mann wieder in Kontakt mit Pornografie bringen könnte.

 

 

 

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