Pornografie
- eine Wachsende Branche
Vor 25 Jahren setzten Pornofilme in den USA umgerechnet 15 Millionen
Franken pro Jahr um; 1998 waren es laut der Zeitschrift «Facts»
6,3 Milliarden.
Pornografie eine Branche, in der einige gar keine Skrupel
kennen: 1998 flog in den Niederlanden eine Bande auf, die für
Internet-Fotos ein- bis zweijährige Kleinkinder vergewaltigte.
Das Internet bietet der Pornoindustrie neue Möglichkeiten:
Die Anbieter können ihre Spuren relativ leicht verwischen.
Zudem hinkt die Rechtssprechung der technischen Entwicklung hinterher.
Dennoch wird der Anteil an Pornoseiten oft überschätzt.
Studien gehen davon aus, dass weniger als 5 Prozent aller Webseiten
pornografisch sind.
Pornografie frei Haus gibts auch am Fernsehen, getarnt als Erotik-Magazin:
Den Gang in den Sexshop kann man sich glatt sparen. «Liebe
Sünde», «Peep!» und «Wa(h)re Liebe»
heissen die einschlägigen Sendungen. Sexualberater und
längst nicht nur fromme diagnostizieren dafür Lustlosigkeit
in den Ehebetten. «Die ständige Präsenz von Sex
in der Öffentlichkeit führt zur Abstumpfung. Und plötzlich
haben wir Mühe, Nacktheit im Privaten als erotisch zu begreifen»,
sagt der Zürcher Sexualtherapeut Patrick Wirz. «Blick»-Sexberaterin
Eliane Schweitzer sagt: «Ich höre relativ häufig
Klagen von Frauen über diese Erotiksendungen. Sei es, dass
der Mann sich dabei befriedigt und sich ihnen entzieht oder dass
er von ihnen verlangt, das Gesehene nachzumachen.»
Juristisch unterscheidet man weiche und harte Pornografie. Zur
harten Pornografie zählen sexuelle Handlungen mit Kindern,
Gewalt, Exkrementen und Tieren. Weiche Pornografie ist legal. Die
Verbreitung harter Pornografie ist strafbar. In der Schweiz läuft
eine Gesetzesreform, die auch den Besitz aller harten Pornografie
unter Strafe stellt. In Deutschland ist der Besitz von Kinderpornografie
verboten. (Red.)
quelle: Chrischona-Magazin
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