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Die Folgen des Sex-Booms: Vergewaltigungen und Kindesmißbrauch nehmen zu
Sex - das Maß aller Dinge?

Seit der Freigabe der Pornographie in den 70er Jahren boomt das Geschäft mit der Darstellung von Sex. In Deutschland werden jährlich rund zwei Millarden Mark allein für Porno-Angebote aus dem Internet ausgegeben. 40 Prozent der erwachsenen Internetnutzer streifen regelmäßig durchs virtuelle Rotlichtmilieu. Von dem, was Fernseh- und Filmprogramme sowie Zeitschriften an Pornographie bieten, ganz zu schweigen. Wie zerstörerisch diese Entwicklung wirkt, zeigt auch die explodierende Nachfrage nach Kinderpornographie. Die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christa Meves (Uelzen) und der Theologe Thomas Schirrmacher (Bonn) untersuchen in einem neuen Buch die Folgen des Porno-Booms.

Christa Meves und Thomas Schirrmacher

Als ein liberaler Journalist habe ich doch gemeint, daß die Freigabe der Pornographie zu einer Minderung der Sexualdelikte führen würde", erklärte in seinem Debattier-Club "Talk im Turm" der langjährige Chefredakteur des "Spiegel", Erich Böhme, angesichts der Aufdeckung der Mädchenmorde durch den belgischen Kinderfänger, Kinderschänder und Kinderporno-Produzenten Marc Dutroux. Wie Böhme dachten viele. Sie träumten von einer neuen Welt ohne Tabus, in der jeder unbefangen Sex ansehen, darüber diskutieren und Erfüllung darin finden kann.

Doch mittlerweile ist längst offenkundig, daß man sich geirrt hat. Der über Jahrzehnte von Medien und Politik geförderte Irrtum hat freilich zahlreiche Opfer gekostet. Viele seelische Probleme, die nicht selten in Straftaten mündeten, hätten vermieden werden können. Man hätte beispielsweise nur bereit sein müssen, aus der Erfahrung der Rückfallgefahr bei Tätern von Sexualdelikten den Schluß zu ziehen, daß dem Schutz der Bevölkerung Vorrang zukommen müßte vor der Hoffnung, daß sich ein kranker Sexualtrieb durch Toleranz oder durch einige psychotherapeutische Sitzungen beseitigen ließe.

Beginn Mitte der 60er Jahre

Doch auch spektakuläre Fälle - siehe Belgien - führten nicht zu Einschränkungen. Die Kinderpornographie boomt weiter. Daß man damit international ein Bombengeschäft machen kann, liegt zunächst einmal daran, daß es offensichtlich viele Menschen gibt, für die es zur Steigerung ihrer sexuellen Lust gehört, sich Filme, in denen sexueller Kindesmißbrauch vorgeführt wird, mit Genuß anzuschauen.

Doch warum sind so viele Menschen pädophil in einem Zeitalter, in dem weitgehend alle möglichen und unmöglichen Tore zur Befriedigung des Geschlechtstriebes offen stehen?

Die Entwicklung hat ihren Anfang genommen in dem gigantischen Feldzug der "Befreiung zur Sexualität", der Mitte der 60er Jahre in Europa, besonders aber in Deutschland begann. Die Studentenrevolte mit ihrem "Marsch durch die Institutionen" blieb auch hier nicht ohne Wirkung. Die absurde Idee breitete sich aus, daß Sexualität vom Säuglingsalter ab gelernt, ja trainiert werden müsse, um zu ihrer lustvollen Entfaltung zu gelangen.

Dabei trug die Anti-Baby-Pille zum Abbau von Hemmschwellen bei. Die Erziehung zur Sexualität vom Kindergartenalter ab wurde zur Devise. Sogenannter Aufklärungsunterricht, unflätige Theaterstücke ("Was heißt hier Liebe?", "Darüber spricht man nicht") überschwemmten die Klassenzimmer.

Die bekannteste, wöchentlich erscheinende Jugendzeitung "Bravo" (Auflage derzeit 718.111 pro Woche, "Bravo Girl" 479.230) installierte eine Sexseite, auf der der "Ratgeber" Dr. Sommer (ein Pseudonym) regelmäßig seine kindsverführenden Anregungen in die Kinderzimmer ausstreute.

Für jeden vernünftigen Psychologen mußte damals klar sein:
Die viel zu frühe Hinlenkung der Kinder auf ihre noch ganz unausgereifte, eigentlich noch in die Verborgenheit gehörende Sexualität würde bei vielen der so Manipulierten im Erwachsenenalter zu schweren, vielfältigen Sexualstörungen führen. Der zur Maßlosigkeit manipulierte Mensch wird sexualsüchtig.

Auch die Kirchen huldigten dem Zeitgeist

Die Situation in der Mitte der 70er Jahre bedeutete eine Herausforderung an die Kirchen; denn schließlich gibt die Bibel ganz entschieden eine andere Zielrichtung vor. Sie rät zu sorgsamer Eingrenzung der Triebbasis, um das eigentliche Ziel - die Kultivierung des Menschen mit Hilfe von opferbereiter, gottgefälliger Liebe - nicht zu verstellen.

Die Vergötzung der Sexualität dagegen bedeutet einen Verstoß gegen das erste Gebot. Sie ist eine Sünde, weil sie überheblich einen Teil der Natur an die Stelle Gottes setzt. Der evangelischen Kirche gelang es dennoch nicht, dem Zeitgeist zu widerstehen. Sie öffnete zahlreiche Akademien und Kanzeln den verwildernden Trends und versagte so zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert angesichts des Ansturms einer eigentlich atheistischen Ideologie.

Teilweise jedoch auch die katholische Kirche: Einige Insider ließen sich entgegen den in dieser Frage standfesten Verlautbarungen aus Rom anfechten und sogar zur Rebellion aufstacheln, besonders häufig mit Hilfe von Materialien - zum Beispiel Sex-Spiele des Bundes der Katholischen Jugend (BdKJ).

Sexualisierte Kinder wurden sexsüchtige Erwachsene

Politisch wurde die Entwicklung begleitet durch die Freigabe der "weichen" Pornographie 1975 durch die SPD-FDP-Koalition, nachdem sie zuvor schon den Kuppeleiparagraphen abgeschafft und damit das unverbindliche Zusammenleben von Mann und Frau gefördert hatte.

Doch auch die ab 1982 regierende CDU/FDP-Regierung erwies sich als nicht fähig, der immer größer werdenden Schutzlosigkeit der Kinder entgegenzuwirken. Im Gegenteil: Nach dem Auftauchen von Aids versuchten die Schriften aus der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trotz der neuen tödlichen Gefahr einem Rückzug aus der Frühsexualisierung entgegenzuwirken.

Als wichtig wurde nicht Warten bis zur Ehe oder Treue proklamiert, sondern nur der Gebrauch von Kondomen.

Die Folge der Entwicklung in drei Jahrzehnten:
Aus sexualisierten Kindern sind sexualsüchtige Erwachsene geworden - besonders unter den Männern. Die Sexualität der Fehlgeleiteten bleibt auf das Kind fixiert. Ein Teil ihrer Seele bleibt infantil. Auf diese Weise sind pädophile Bedürfnisse enorm verstärkt worden.

Was Porno- graphie bewirkt

Man muß nicht Christ sein, um die zerstörerische Wirkung der Pornographie zu erkennen und deshalb die Darstellung von Sex in der Öffentlichkeit abzulehnen.

  1. Pornographie entwürdigt die Frau. Frauen sind nur nackte Wesen, die der Befriedigung des Mannes zu dienen haben. Männer sind immer die Bestimmenden.
  2. Pornographie verbreitet falsche Maßstäbe. Weder können Frauen und Männer dem Ideal makelloser Schönheit und permanenter Potenz, wie es in diesen Medien vorherrscht, entsprechen, noch können sie in ihrer sexuellen Beziehung ständig die Euphorie erleben, die ihnen Pornofilme vorgaukeln. Die Folge: Minderwertigkeitsgefühle im Blick auf den eigenen Körper und Schuldzuweisungen und Enttäuschung im Blick auf den Sexualpartner.
  3. Die Botschaft der Pornographie steht mit der ihrer angeblichen Erfüllung wechselnder Wünsche jeder längerfristigen Verpflichtung zur Ehe oder zur Kindererziehung entgegen. Da sie vermittelt, Treue sei langweilig, hat sie verheerende Konsequenzen für alle Lebensbereiche, in denen Treue gefragt ist.
  4. Pornographie vermittelt ein unbeschränktes Recht, die eigenen sexuellen Wünsche rücksichtslos einlösen zu dürfen. Vergewaltigungen und sexueller Mißbrauch von Kindern sind nur ein Beispiel für Sexualität, die den eigenen Trieb zum Maßstab aller Dinge macht.
  5. Pornographie bringt den "Vergewaltigungsmythos" hervor. Dieser besagt, daß alle Frauen letztlich eigentlich vergewaltigt werden wollen und daß sie Vergewaltigungen insgeheim genießen. In Sexmagazinen finden sich Schritt-für-Schritt-Darstellungen, wie eine Vergewaltigung abläuft.
  6. Die Zahl der Vergewaltigungen in der Ehe ist durch Pornographie sprunghaft angestiegen. Männer erwarten von ihren Frauen immer häufiger, daß sie genau das machen, was sie in pornographischen Darstellungen gesehen haben.
  7. Da Pornographie verkündet, daß Sex keine Konsequenzen hat und man sich für nichts moralisch verantworten muß, ist sie stark dafür verantwortlich, daß Abtreibung zu einer wesentlichen "Verhütungsmethode" geworden ist.
  8. Studien zeigen eindeutig, daß es eine Verbindung zwischen harter Pornographie und gewalttätigen Sexverbrechen wie Vergewaltigung, Mord und Körperverletzungen an Frauen und Kindern gibt. Mehr als drei Viertel aller Sexualverbrecher geben an, bei der Tat Praktiken ausprobiert zu haben, die sie in pornographischen Schriften gefunden hätten.

Wir brauchen ungewöhnliche Allianzen

Im Engagement gegen die Pornographie könnte es zu ungewöhnlichen Allianzen kommen. Denn nicht nur Christen, sondern auch Feministinnen machen sich stark gegen die Sex-Industrie. Ein Fehler der feministischen Porno-Kritiker ist allerdings, daß sie nur den Angriff auf die Frauen anprangern - was aber ist mit Kindern, mit Männern, mit Behinderten als Opfer? Sie übersehen, daß die von der feministischen Bewegung selbst geförderte und erkämpfte Freizügigkeit in sexuellen Dingen maßgeblich an der Pornowelle beteiligt ist. Und sie verschweigen die führende Beteiligung von Frauen (!) an der Pornoindustrie.

Pornographie ist in Deutschland vor allem mit dem Namen einer Frau verbunden: Beate Uhse, die inzwischen mit ihrem Sexartikel-Konzern an die Börse gegangen ist. Beate Uhse hat die früher herrschenden Anti-Porno-Gesetze als "typische Auswüchse männlicher Herrschaft" betrachtet.

 

Nacktes wirkt immer

Übrigens ist nicht nur die sogenannte harte Pornographie gefährlich. Auch die weiche Pornographie hat die Schranken zu Vergewaltigung und Kindes-mißbrauch aufgeweicht, wie der Wissenschaftler David Alexander Scott aus einer Vielzahl psychologischer Studien analysiert hat.

Nacktes wirkt immer. Warum sollte die Werbung sonst so kräftig Gebrauch von diesem Instrument machen? Fachleute der Polizei berichten, daß Pädophile mit Vorliebe FKK-Kataloge und Zeitschriften wie "Bravo" lesen - Magazine also, deren Nacktfotos man heute ohnehin kaum mehr der Pornographie zurechnet.

Gott läßt sich nicht spotten

Pornographie ist letztlich ein Angriff auf die Würde des Menschen und ebenso ein Wegbereiter für Verbrechen wie Rassenwahn. Die Geschichte hat gezeigt, daß rassistische Aufrufe zu rassistischen Handlungen führen. Zurecht sind sie deshalb hierzulande verboten. Warum soll das aber bei Pornographie anders sein? Nazischriften führen zu Nazihandlungen, Vergewaltigungsdarstellungen zu Vergewaltigungen. Ja, die Ideologie der Pornographie ist sexueller Faschismus.

Unsere Gesellschaft hat darauf noch nicht die richtige Antwort gefunden. Aids war ein erstes Mahnzeichen. Das verbrecherische Boomen pornographischer Pädophilie als Massenphänomen ist ein zweites Menetekel. Wir sollten alle mitläuferische Trägheit abschütteln.

Gott ist zwar geduldig und barmherzig, aber er läßt seiner nicht endlos spotten.

 

 

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