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Man muß nicht Christ sein, um die zerstörerische Wirkung der Pornographie
zu erkennen und deshalb die Darstellung von Sex in der Öffentlichkeit
abzulehnen.
- Pornographie entwürdigt die Frau. Frauen sind nur nackte Wesen,
die der Befriedigung des Mannes zu dienen haben. Männer sind immer
die Bestimmenden.
- Pornographie verbreitet falsche Maßstäbe. Weder können Frauen
und Männer dem Ideal makelloser Schönheit und permanenter Potenz,
wie es in diesen Medien vorherrscht, entsprechen, noch können
sie in ihrer sexuellen Beziehung ständig die Euphorie erleben,
die ihnen Pornofilme vorgaukeln. Die Folge: Minderwertigkeitsgefühle
im Blick auf den eigenen Körper und Schuldzuweisungen und Enttäuschung
im Blick auf den Sexualpartner.
- Die Botschaft der Pornographie steht mit der ihrer angeblichen
Erfüllung wechselnder Wünsche jeder längerfristigen Verpflichtung
zur Ehe oder zur Kindererziehung entgegen. Da sie vermittelt,
Treue sei langweilig, hat sie verheerende Konsequenzen für alle
Lebensbereiche, in denen Treue gefragt ist.
- Pornographie vermittelt ein unbeschränktes Recht, die eigenen
sexuellen Wünsche rücksichtslos einlösen zu dürfen. Vergewaltigungen
und sexueller Mißbrauch von Kindern sind nur ein Beispiel für
Sexualität, die den eigenen Trieb zum Maßstab aller Dinge macht.
- Pornographie bringt den „Vergewaltigungsmythos“ hervor. Dieser
besagt, daß alle Frauen letztlich eigentlich vergewaltigt werden
wollen und daß sie Vergewaltigungen insgeheim genießen. In Sexmagazinen
finden sich Schritt-für-Schritt-Darstellungen, wie eine Vergewaltigung
abläuft.
- Die Zahl der Vergewaltigungen in der Ehe ist durch Pornographie
sprunghaft angestiegen. Männer erwarten von ihren Frauen immer
häufiger, daß sie genau das machen, was sie in pornographischen
Darstellungen gesehen haben.
- Da Pornographie verkündet, daß Sex keine Konsequenzen hat und
man sich für nichts moralisch verantworten muß, ist sie stark
dafür verantwortlich, daß Abtreibung zu einer wesentlichen „Verhütungsmethode“
geworden ist.
- Studien zeigen eindeutig, daß es eine Verbindung zwischen harter
Pornographie und gewalttätigen Sexverbrechen wie Vergewaltigung,
Mord und Körperverletzungen an Frauen und Kindern gibt. Mehr als
drei Viertel aller Sexualverbrecher geben an, bei der Tat Praktiken
ausprobiert zu haben, die sie in pornographischen Schriften gefunden
hätten.
Quelle: «Internetpornographie», Thomas Schirrmacher, SCM Hänssler
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