|
| Die
12-Schritte |
Wie
funktionieren die 12 Schritte? |
| 1 |
|
| Wir gaben zu, dass wir unseren
Abhängigkeiten und Problemen gegenüber machtlos sind –
und unser Leben nicht mehr meistern konnten. |
Endlich am Ende! Du gibst
zu, dass da wirklich ein Problem ist. Das ist der erste Schritt,
der Dir hilft, aus dem Kreislauf der Verleugnung auszubrechen
und Dich der ungeschminkten Wahrheit zu stellen: Es gibt ein
Problem in Deinem Leben, das Du nicht mehr mit Deinen bisherigen
Strategien bewältigen kannst. Im Gegenteil: Das Problem bestimmt
Dich und Du fühlst Dich letztlich zu Verhaltensweisen gezwungen,
die Dein Leben beeinträchtigen oder sogar zerstören. |
|
| 2 |
|
| Wir kamen zu dem Glauben,
dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige
Gesundheit wiedergeben kann. |
Nie mehr allein! Du hast
schon so viel ausprobiert. Mit Deiner Kraft bist du am Ende.
Was nun? Alleine schaffst Du es erwiesenermaßen nicht mehr.
Der Ausweg kommt von einer unerwarteten Seite in Sicht: Es gibt
eine größere Kraft, als Du bisher je zu hoffen gewagt hast:
Gott selbst! |
|
| 3 |
|
| Wir fassten den Entschluss,
unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes- soweit wir
ihn verstanden - anzuvertrauen. |
Sich Gott geben! Viele bleiben stehen und kämpfen
mit den Symptomen, statt sich in die Hand Gottes fallen zu
lassen. Darum geht es in Schritt 3: Du bringst den Willen
auf, dieses ungeheure Wagnis einzugehen, Dich Gott anzuvertrauen.
Und an dem Leben und Handeln Jesu kannst Du ablesen, welch
eine große Kraft Gott hat. Selbst den Tod konnte und kann
er überwinden!
|
|
| 4 |
|
| Wir machten eine gründliche
und furchtlose Inventur in unserem Inneren. |
Endlich sich kennen! Jetzt
wächst Deine Bereitschaft, Dich selbst immer ehrlicher anzuschauen.
Eine Inventur ist eine Bestandsaufnahme. Positives und Negatives
kommen in den Blick. Wenn Du das tust, gibst Du das Leugnen
auf und läufst nicht mehr vor Dir selbst und den eigenen Problemen
davon. |
|
| 5 |
|
| Wir gaben Gott, uns selbst
und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler
zu. |
Endlich dazu stehen! Es
bedeutet etwas, die Wahrheit über Dich selbst vor einem anderen
Menschen und Gott auszusprechen. Damit wird diese Wahrheit greifbarer,
und Du kannst Dir selbst nichts mehr vormachen. Der Grundsatz
„Du bist so krank wie Deine verschwiegenen Geheimnisse”
motiviert Dich zu diesem schweren Schritt. |
|
| 6 |
|
| Wir waren völlig bereit,
all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen. |
Bereit für Veränderungen?
Das Geheimnis bleibt: Veränderungen im tiefsten Kern kannst
Du nicht erzwingen. Zuerst muss die wirkliche Bereitschaft wachsen,
|
|
| 7 |
|
| Demütig baten wir ihn, unsere
Mängel von uns zu nehmen. |
Die Verwandlung zulassen
… dann ist Dein Wille gefragt, Gott mit seinen Möglichkeiten
an Dir arbeiten zu lassen. Der dritte Schritt wird auf diese
Weise vertieft. |
|
| 8 |
|
| Wir machten eine Liste aller
Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig,
ihn bei allen wiedergutzumachen. |
Dinge in Ordnung bringen
Jetzt findest Du endlich die Aufmerksamkeit und die Kraft, um
Beziehungen – soweit es an Dir liegt – wieder in
Ordnung zu bringen. In Schritt 8 geht es um die grundsätzliche
Bereitschaft dazu … |
|
| 9 |
|
| Wir machten bei diesen Menschen
alles wieder gut- wo immer es möglich war – es sei denn,
wir hätten dadurch sie oder andere verletzt. |
Endlich wieder gut …
bei der Umsetzung in die Praxis wirkt die heilende und verändernde
Kraft der Entschuldigung. Wichtig dabei ist eine furchtlose
Konfrontation mit Deiner eigenen Vergangenheit, mit ungeklärten
Beziehungen und ewig aufgeschobenen Konfliktherden. |
|
| 10 |
|
| Wir setzten die Inventur
bei uns fort, und wenn wir unrecht hatten, gaben wir es sofort
zu. |
Das „Sofort!”-Konzept
bedeutet einfach: Die Dinge nicht lange aufzuschieben und damit
gären zu lassen. Das gilt besonders im Blick auf unangenehme
Gefühle und Erfahrungen, bzw. Handlungen, die solche unangenehmen
Begleiterscheinungen haben. Durch Schritt 10 lernst Du, die
drei Schwerpunkte immer und sofort im Blick zu haben: 1. Vor
Gott zu kapitulieren: Ich bin machtlos, 2. die furchtlose Inventur,
3. die Vergebung und Entschuldigung. Um auf dem neuen Weg zu
bleiben, ist es entscheidend, immer sofort zu reagieren, um
Deine alte, tief ausgetretene Spur zu verlassen, wenn Du wieder
da hinein gerätst. Sabine oder Hans würden wir den Ablauf dieses
12-Schritte-Weges dann so erklären: |
|
| 11 |
|
|
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste
Verbindung zu Gott- soweit wir ihn verstanden - zu vertiefen.
Wir baten ihn nur, uns seinen Willen erkennbar werden zu lassen
und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
|
Die Verbindung mit Gott
halten Was in Schritt 10 gelernt wird, muss durch Schritt 11
unbedingt ergänzt werden: Nur mit Gottes Hilfe bleibst Du wach
genug, um „sofort” (Schritt 10) einzugreifen oder
Dir „sofort” Gottes Liebe schenken zu lassen, wo
es nötig ist. Hier wird die Ausrichtung auf Gott als entscheidende
Lebensgrundlage eingeübt. Du lernst, Schritt 2 und 3 täglich
konkret zu leben. |
|
| 12 |
|
| Nachdem wir durch diese
Schritte ein geistliches Erwachen erlebt hatten, versuchten
wir, diese Botschaft anderen weiterzugeben und unser tägliches
Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten. |
Zum Zeugen werden Wer diesen
ganzen Weg durchschritten hat, brennt darauf, anderen seine
hilfreichen Erfahrungen weiterzugeben. Du wirst demütig von
dem berichten, was an Dir geschehen ist. Zugleich ist Dir immer
bewusst, dass Du Dein Leben lang auf diesem Weg bleibst und
Dich nicht vor Rückfällen absichern kannst. Einzig Deine geistliche
Wachsamkeit wird Dich rechtzeitig warnen. Dieses Wissen lässt
Dich demütig bleiben. Unsere beiden würden vielleicht denken:
Oh, das klingt irgendwie logisch. Aber jetzt kommt der entscheidende
Schritt: Sie müssten diesen Weg auch wirklich begehen, nicht
nur bedenken! Das macht den entscheidenden Unterschied aus.
Darum: auf zur Gruppe! |
|
| Die Formulierung dieser 12
Schritte weicht in einigen Punkten von dem ursprünglichen Wortlaut
von 1938 der AA-Bewegung ab. Der wesentliche Inhalt ist aber
derselbe. An die Stelle von „Alkohol” in Schritt
1 ist ein breites Spektrum von Abhängigkeiten und Problemen"
getreten. Diese 12 Schritte bilden die Grundlage für einen Veränderungsprozess.
Menschen, die diese Schritte gewagt haben, können vielen anderen
Hoffnungsimpulse geben. |