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Der Klick in die Falle - Christen und Pornographie im Internet

Eine Frau berichtet über die Sucht ihres Mannes und die Folgen
von N.N. (der Name ist der Redaktion bekannt)

Mein Verhältnis zum Internet ist vollkommen gestört. Höre ich Internet, denke ich gleich an nackte Frauen, die sich in eindeutigen Posen darstellen, an bewegte Bilder, pornographische Filme... an all die Sachen, die meinen Mann und unsere Ehe sehr belasten.
Ich habe sehr damit zu kämpfen, an wen mein Mann wohl denkt, wenn er mit mir schläft: an die „wohlgeformten Frauen, die alles ohne jegliche Tabus machen“, oder ist er wirklich mit seinem Herzen ganz bei mir? Er versichert mir das und ich möchte es ihm auch so gern glauben, aber mich beschleichen immer wieder Zweifel. Der Gedanke, er könnte doch an diese Bilder denken, nimmt mir im Bett mein ganzes Selbstbewusstsein, weil ich z.B. nie diese Figur haben werde und auch manche Sachen sicherlich nicht machen werde.

Heraus gekommen ist das alles bei einer Familienschulung vor 2 Jahren, bei der noch allerhand anderes zum Vorschein kam. In Gesprächen mit einem befreundeten christlichen Psychologen wurde uns deutlich, dass mein Mann unter "Sexsucht" leidet. Diese Sucht schleppt sich schon lange – unbenannt – durch sein Leben und auch durch unsere elfjährige Ehe. Sie äußert sich bei meinem Mann im „zwanghaften“ Anschauen pornographischer Bilder, dem die Selbstbefriedigung folgt. Zurück bleibt, wie bei vielen anderen Süchten ja auch, ein schales, unbefriedigtes Gefühl nach der Selbstbefriedigung.

So eine Sucht macht viel Vertrauen kaputt. Wenn er abends länger auf war als ich und noch dazu am Computer saß (da wir keinen Fernseher haben, war das auch oft eine abendliche Beschäftigung), lag ich total unruhig im Bett, wusste nicht, was er macht bzw. war es mir unerträglich, zu denken, dass er sich eventuell pornographische Sachen anschaut, sich danach selbst befriedigt und dann ins Bett kommt. Das führte z.B. dazu, dass ich wieder aufstand und unter einem fadenscheinigen Grund bei ihm vorbei schaute, um Kontrolle über ihn zu haben. Auch ein blödes Gefühl....

Die Gelegenheiten wurden von meinem Mann auch nicht selten genutzt. Bei ihm läuft die Sucht in Stresszeiten auch verstärkt ab, und davon gibt es in einem großen Haushalt mit einigen Kindern ja etliche!

Mittlerweile ist es jetzt aber (endlich!!) so, dass wir keinen Zugriff mehr auf das Internet haben. Alle dazugehörigen Disketten sind zerkratzt. Nur E-Mail und Online-Banking funktionieren noch.

Mir geht es jetzt, wo wir – auch mit der Zustimmung meines Mannes – den Internetzugang entfernt haben, besser, denn ich weiß, zu Hause im Arbeitszimmer ist diese Versuchung weg – eine Sorge weniger.
In manchen Momenten bin ich aber ziemlich wütend auf meinen Mann, weil ich seinetwegen das Internet nicht nutzen kann. Manchmal würden berufliche Gründe dafür sprechen, die eine oder andere christliche Seiten würde ich gerne "ansurfen" oder einfach mal bei "ebay" vorbeischauen.

Natürlich wirft es Fragen auf, wenn herauskommt, dass wir keinen Internetzugang haben, denn unsere Bekannten wissen, dass das nicht immer so war. Also ziehe ich irgendwelche Ausflüchte heran ( Zeitfresser, Geld ), und bin doch so unglücklich, dass ich es oftmals liebend gerne herausschreien möchte wie schlecht das Internet sein kann, wie viel Schmerz es bringen kann, dass es nicht nur so wahnsinnig klasse ist, wie uns oftmals eingeimpft wird.

In meinem Bekanntenkreis hat offenbar niemand diese Schwierigkeiten – zumindest spricht man nicht darüber. Somit stehen wir alleine da mit dem Schmerz, den dieses Thema für uns mit sich bringt. Eventuell ist dieser Erfahrungsbericht ja für manche ein Anstoß, auch darüber zu reden.
Wichtig und gut ist für uns in all dem „Schlamassel“, zu wissen, dass Gott dabei ist, uns sieht, in unserem Schmerz, in unserer Hilflosigkeit, in unserem Versagen und besonders auch in unserer Hoffnung auf Heilung für unsere verletzten Seelen.

Mehr zum Thema "Der Klick in die Falle", unter anderem mit einem Interview mit Paarberater Matthias Hipler, in FAMILY 1/2002 (erschienen am 12.11.2001).

Siehe auch Erlebt


 

 

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