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Die Sexualität – Quelle höchster Freude – oder tiefster Not?

Das Adjektiv «pornographisch» wird im Duden mit «unzüchtig, obszön» umschrieben. «Aber, aber», mögen Sie denken, «wie kann man einen Artikel denn so beginnen, wir leben doch in einer aufgeklärten und toleranten Zeit!»

Ja genau. Wir leben doch in einer Zeit in der jede/r selber weiss und bestimmen kann, was ihn/sie freut und was ihr/ihm gut tut.

Dass wir jedoch an Dingen im Stillen leiden und (zu) oft damit alleine bleiben, hat vermutlich damit zu tun, dass der Mensch Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren, zwar in seiner Seele als genau das wahrnimmt und registriert, sie aber mit dem Verstand verharmlosen sollte.

Zum Beispiel physische/psychische Übergriffe werden immer noch als das empfunden, was sie in Wirklichkeit auch sind: Ein Nicht-Respektieren und Nicht-Wahrnehmen der Persönlichkeit. Damit verbunden ist viel Schmerz, Scham, Angst und Schuldgefühle bei den Betroffenen, auch wenn es von der Gesellschaft verharmlost oder gar als salonfähig angeboten wird.

Ich begegne in der Seelsorge eigentlich hauptsächlich Frauen, die mit respektive gegen zähe innere Bilder ankämpfen, die sie «benötigen» um überhaupt sexuell erregt zu werden.

Viele betastete oder missbrauchte Frauen, die meist noch vor ihrem sexuellen Reifeprozess, also vor der Pubertät sexuelle Übergriffen erlebt hatten, können das nicht einordnen, geben sich selbst dafür die Schuld und kommen trotz allem aus dem Teufelskreis nicht heraus.

Wenn sie verheiratet sind, zeigt sich das oft an mangelndem Interesse für die sexuelle Gemeinschaft, weil damit verbunden innerlich soviel «anspringt», was man kontrollieren möchte. Andererseits müssten sie «sich entspannen und loslassen» können, um selbst auch etwas empfinden und erleben zu können. Oder Frauen plagen sich mit der Selbstbefriedigung. Diese ohnmächtige Zerrissenheit zwischen den Gefühlen von Wohlsein und Schande!

In solchen Zwickmühlen gefangen, können oder müssen die inneren Bilder helfen, das «Gespenst» von zuviel Nähe und/oder Distanz einigermassen im Griff zu halten.

An diesem Punkt begegnet mir in der Seelsorge dann auch immer wieder dieser innere Widerspruch, das In-sich-gespalten-sein, das wie «dazu» gehört. Meistens braucht es viel Zeit und Vertrauen, bis jemand überhaupt fähig wird über dieses Gefühls-Chaos zu sprechen, ohne bei jedem Versuch gleich wieder zu verstummen.

Bei Männern begegnet mir das Thema Pornographie in der Eheberatung und in ganz anderer Form. Der Mann – falls er daran leidet und bereit ist, darüber zu reden – empfindet es als etwas, das er eigentlich loswerden möchte und an diesem Punkt realisiert, dass er das nicht schafft. (Oft wird es zuerst von seiner Frau als Problem erwähnt, welches er noch gar nicht so sehr als solches empfindet.)

Bei Männern scheinen es mehr die vielen äusseren Reize und Bilder zu sein, welche über das Auge (manchmal während Jahren) aufgenommen wurden.

Viele Männer sind bereits als Knaben mit pornographischen Bildern oder auch mit Missbrauch konfrontiert worden.

Es scheint, dass beide – Frau und Mann – ihre Kämpfe haben. Die Frau gegen innere Bilder, die leicht anspringen und die sie «benötigt», der Mann gegen äussere Bilder, die er anziehend findet und die er «benötigt».

Eigentlich erstaunt das nicht so sehr, weil wir als Mann und Frau eben in unserer sexuellen Identität auf die gegenseitige Ergänzung und Erfüllung, die Gott geschaffen und zum Segen gemeint hat, angelegt sind.

Ich glaube, dass Pornographie in den Bereich der Süchte gehört. Suchtverhalten hat meistens damit zu tun, dass der Mensch leidet, etwas vermisst, irgendwo einen Mangel empfindet, ein «Loch» hat, welches er/sie zu stopfen versucht. Suchterfüllung erscheint in den Anfangsstadien meist als harmlos und erfolgreich, erst allmählich und meistens erst, wenn man die Sucht loswerden will, entpuppt sie sich als knechtende Fessel oder ohnmächtige Gefangenschaft.

Ich bin froh, sagen zu dürfen und das auch aus seelsorgerlichem Erleben, dass es Hilfe und Wiederherstellung gibt für die ganze Persönlichkeit, das beinhaltet auch die sexuelle Identität.

Wenn wir erkennen, dass wir nicht autonom, eigenständig unsere «Löcher» füllen müssen, sondern dass es da Einen gibt, der sagt: «Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Frieden geben», dann stopft ER meine Löcher, stellt meine Persönlichkeit wieder her. Oft dauert dieser Prozess der Wiederherstellung an, ist mit Schmerzen verbunden führt aber schlussendlich zur Freiheit, die Jesus uns erworben hat. Das wird zu einem unbeschreibbar grossen Sieg an der Kampffront unserer Leben!

Elfi Mösch, CH – Bern


 

 

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