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Recht auf Sex? – Intimität in der Ehe

von Daniel Schönenberger

Sexualität fasziniert die Menschen. nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder haben schon ihre Vorstellungen darüber:

Sexualität ist die schönste Nebenbeschäftigung. Doch in der Realität erleben wir das, was in den Hollywood-Filmen immer so schön erregend und erfüllend dargestellt wird, nicht selten als Frust.

Auch ich hatte Momente, an denen ich am liebsten die ganze Sexualität auf den Mond geschossen hätte.

Ich bin immer wieder in der Seelsorge und im Befreiungsdienst tätig. Und da gibt es manchmal Sachen, die ich kaum glaube:

Ein Mann kam zu uns nach Hause und erzählte, wie er vom Glauben an Jesus abgestürzt ist, und u.a. zu rauchen und zu saufen begann. Auch mit seiner Frau hätte er es nicht so gut, obwohl er sie liebe. Auf die Frage, wie sie es denn sexuell miteinander hätten, meinte er, dass sie seit vier Jahren keinen Sex mehr hatten.

Eine Frau kam in die Seelsorge, weil sie keine Lust auf Sex hätte. Auf die Frage, wie oft sie mit ihrem Mann schlafe, meinte sie, dass sie aus Angst vor Schmerzen noch nie mit ihrem Mann geschlafen hätte. Wir konnten dies kaum glauben, diese Frau war 8 Jahre verheiratet und ihr Mann hatte nach ihren Worten sehr viel Geduld und sei sehr liebevoll damit umgegangen. Diesen Mann hätte ich eigentlich gerne kennen gelernt.

Wir Männer sind aber auch mit anderen Problemen konfrontiert, die unser Sexualleben oft mehr zum Frust als zu Lust werden lassen: unsere eigene Sündhaftigkeit.

In der Männerarbeit begegnen wir immer wieder viel Elend. So meinte ein Jugendlicher nach einem Männerstamm-Abend, an dem mein Nachbar gesprochen hatte:

„ Wenn du schon so radikal ehrlich bist, möchte ich es auch sein! Ich bin in einer schrecklichen Situation. Ich bin sexsüchtig und schlafe mit meiner Schwester. Meine Eltern wissen natürlich von nichts, aber ich bin in grosser Not!„

Oder ein anderer Brief von einem Mann: Verheiratet, super Familie...

„...Leider geht es mir nicht mehr so gut...Was ist passiert? Nun, ich bin Mitte Dezember wieder reingefallen. Zuerst „harmlos“ dann habe ich wieder im Internet nach nackten Frauen gesucht. Es kam wieder dieser Druck, diese Unfreiheit auf mich. Ich habe Angst bekommen und sofort reagiert, indem ich jemand angerufen habe, der mit mir betete...Ich fühlte mich wieder frei, wirklich frei... Kurz darauf fand ich an meinem Arbeitsplatz einen Beate Uhse Prospekt...Wie gezogen musste ich wieder ins Internet...Ich hatte keine Chance....

weiter schreibt er:....


Ich hoffe, dass ich wieder aus dem Tal rauskomme...auch meiner Frau geht es nicht gut...Sie ist im Intimbereich entzündet...Wir leiden sehr darunter....

Diese Beispiele zeigen, dass das, was so unglaublich schön, prickelnd, spannend, erregend, attraktiv dargestellt wird, oft alles andere als das ist. Im Film ist es immer gleich: zwei lernen sich kennen, finden gefallen aneinander und landen im Bett. Die Frau will immer auch, wenn er will. Doch ich würde gerne mal die Hände von denjenigen hier im Saal sehen, die es in ihrer Ehe auch so erleben.

Recht auf Sex?
Auf eine erfüllende Sexualität? Haben wir das in der Ehe? Um es gleich vorwegzunehmen: Nein! Aber: Gott hält für uns eine erfüllende Sexualität bereit. Ich werde noch genauer darauf eingehen, was das heisst und warum dies so ist. Zuerst möchte ich aber auf einige Unterschiede zwischen Mann und Frau eingehen, die ja gerade das Anregende sind, die Würze in der Suppe. Unterschiede, die aber auch zum Konflikt und zum Umverstandensein führen.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen:

Männer:

  • Können sich auf eine einzelne Sache konzentrieren und können dabei alle andern Aspekte des Lebens ausblenden
  • Männer sind entweder eher logisch, wissenschaftlich, "rational" oder gefühlsbetont, intuitiv, künstlerisch
  • Müssen etwas erobern - Konkurrenzkampf

Frauen:

  • Beziehen gleichzeitig alle Aspekte des Leben mit ein.
  • Eher intuitiv als das, was wir rational definieren
  • Eher hegend als konkurrenzierend
  • Sind ganzheitlicher


Sexuelle Schiene (meistens: Männer):

  • Erleben eine starke physische Anziehungskraft zum andern Geschlecht
  • Sexueller Druck baut sich auf, der gelegentlich freigesetzt werden muss
  • Attraktivität basiert auf dem Optischen - oftmals unpersönlich
  • Liebessprache: Angebot für sexuelles Vergnügen
  • Geben ein Beziehungsversprechen ab, um Sex zu erhalten
  • Gespräche sind ein Mittel für anderes - Problemlösung

Beziehungsschiene (meistens: Frauen):

  • Werden durch eine Beziehung zum andern Geschlecht angezogen
  • Haben einen Drang zu kommunizieren und Beziehung zu pflegen
  • Möchten berührt, gehalten, als Person wertgeschätzt werden (nicht als Sexobjekt)
  • Liebessprache: Zeit zusammen, Blumen, Liebesbriefe, Reden
  • Bieten Sex an, um eine Beziehung zu bewahren
  • Reden ist ein Ziel einer Beziehung - oft ein Ziel in sich selber

Problematik:

Unsere westliche Gesellschaft gibt den männlichen Werten einen höheren Stellenwert.:

  1. Schule
  2. der Hollywoodfilme und der Werbung: praktisch alle Filme werden von Männern gemacht. Die Frau wird nicht dargestellt, wie sie ist, sondern "vermännlicht". Sie ist immer bereit und sexuell aktiv, sofort stimuliert, hat immer einen Orgasmus, ist zu allen Praktiken bereit. Das ist aber die Sexualität eines Mannes und nicht die einer Frau.
  3. Das jugendliche, schlanke, attraktive, sexy Aussehen einer Frau ist selbstverständlich. Kleider und physische Erscheinung bekommen 1. Priorität. Dies führt nicht nur dazu, dass unsere Frauen, die sowieso meistens mit mind. einem Körperteil Mühe haben, ständig in der Gefahr stehen, in einem Defizit zu leben. Es führt auch dazu, dass wir Männer ein Bild haben, wie unsere Frauen sein müssten. Ein Bild, eine Erwartung, die unsere Partnerin unter Druck setzt und die eine Beziehung zerstört.


Biblischer Kontext

Bevor ich auf einige praktische Vorschläge für Wege aus Sackgassen zu sprechen komme, möchte ich noch kurz darauf eingehen, was die Bibel zur Sexualität sagt:

Generell kann man sagen, dass Sexualität nach der Bibel ganz klar in eine verbindliche, rechtliche Ehe gehört. Dies ist nicht einfach eine Einschränkung oder hinterwäldlerisch. Sondern wir sehen dies ganz praktisch:

  • Aus der Seelsorge weiss ich, dass die Mensch, was die Sexualität betrifft, sozusagen keine Schutzmechanismen haben. Wo Menschen sexuell verletzt werden, wird direkt die Seele verletzt. Es gibt unglaublich viel Elend auf der Welt deswegen.
  • Wieviel Elend und Scheidungen, getrennte Familien usw. gibt es, weil einer ein aussereheliches Verhältnis angefangen hat?
  • Sexualität wird in der Ehe am erfüllendsten erlebt. Dies belegt auch eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität von Chicago. Eine Befragung von 3'500 Teilnehmern räumte mit den sog. Umfragen von Playboy und den Kinsey-Studien auf.

    Die Resultate sind sehr interessant:

    • Verheiratete Paare schlafen am häufigsten miteinander (fast 40% der Verheirateten schlafen 2x pro Woche miteinander, bei Singles liegt dieser Wert nur bei 25%)
    • Fast sensationell ist das Ergebnis der Frage danach, welche Bevölkerungsgruppe die höchste sexuelle Qualität erreicht. Hier gehören die Frauen, die mit 32% am häufigsten und zuverlässigsten einen Orgasmus erreichen, zur Gruppe der Evangelikalen (konservativ orthodoxe Protestanten).
    • Bei der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs wurde diese Gruppe wiederum nur knapp von katholisch orientierten Amerikanerinnen geschlagen.
      (Wohlverstanden: dies war keine christliche Untersuchung)
    • Interessant ist noch, dass bezüglich der Bewertung, was häufiger Sex eigentlich ist, dies Männer und Frauen ganz unterschiedlich empfinden. Es erinnert an eine Szene aus einem Woody-Allen-Film, in dem Allem seinem Psychiater erzählt, dass er so gut wie nie mit seiner Partnerin schlafen würde, "vielleicht dreimal die Woche". Sie dagegen erzählt ihrem Psychiater, dass sie es ständig täten, "ungefähr dreimal die Woche". Dies zeigte sich auch in der Chicagoer Studie: Während 54% der Männer angaben, mind. 1x pro Tag an Sex zu denken, taten dies 67% der Frauen nur einige Male in der Woche.

Was Sexualität in der Ehe anbetrifft, so sagt die Bibel darüber fast nichts, ausser in ein paar wenigen Bibelstellen, wie z.B. dass man nicht mit seiner Frau schlafen darf, wenn sie ihre Tage hat (3. Mose 20,18) oder dass der Körper nicht mehr einem selbst, sondern dem Partner gehört und man sich dem anderen nicht entziehen (1. Kor. 7, 1-7). Die Bibel sagt sozusagen nichts über sexuelle Praktiken in der Ehe. Doch, dass alles aus Liebe geschehen soll, ist die Grundlage.

Zur Frage: wo beginnt Sünde? Faustregel: Kann ich, während ich es tue, beten? Oder sträubt sich dabei etwas in mir?

Wege aus Sackgassen

Es kann nun sein, dass du entdeckt hast, dass einiges in deinem Sexualleben und im Zusammensein mit deiner Frau in eine Sackgasse geraten ist. Und hier habe ich eine gute Nachricht: es gibt Wege wieder heraus.

  1. Ladet Gott in euer Schlafzimmer ein!
  2. Sprecht zusammen. Lerne, deine Frau zu verstehen, ihr zuzuhören. Entwickelt eine gute Kommunikationskultur, auch für die Sexualität, Eure Wünsche, Bedürfnisse, wie ihr es erlebt. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann sag nicht: das will ich nicht oder: du weißt, dass ich das nicht gerne habe, sondern sage: könntest du nicht dies machen, denn das habe ich lieber.
  3. Keine Erwartungen und Forderungen an den Partner!
  4. Sexuelle Probleme finden oft eine schnelle Lösung, wenn sie angegangen werden oder Hilfe gesucht wird. Gewisse Bücher können dabei helfen. Denn Gott hat den Menschen so erschaffen, dass er die Sexualität erfüllend erleben kann. Doch wie so oft bei anderen Sachen auch: wenn wir unbedingt etwas haben oder erreichen wollen, dann geschieht es nicht. Wenn wir glücklich sein wollen, werden wir es nicht sein, denn es ist kein Ziel in sich selber, sondern ein Nebenprodukt von etwas anderem, z.B. Hingabe. So ist es auch in der Sexualität: wenn wir krampfhaft einen Orgasmus haben wollen, dann blockiert etwas in unserem Gehirn und dies führt zu einer Abwärtsspirale, die zu Impotenz und Frigidität führt. Doch diese Spirale kann man auch wieder hinauf, mit Liebe, Zärtlichkeit und Aufeinander-eingehen.

Wir müssen unsere Vergangenheit bewältigen. Frühere sexuelle Partner, unzüchtige Praktiken, was in unseren Kopf reinkommt an Bilder usw. beeinflussen und belasten unsere Sexualität. Wenn wir mit einer Frau schlafen, dann werden wir mit ihr eins, ein Körper, ein Fleisch. Auch was geistlich uns belastet, geht sehr oft auf den Partner über. Und die sexuellen Beziehungen, die dieser vorher hatte, ebenfalls. Und so hängt meistens ein ganzer Rattenschwanz von dämonischen Einflüssen daran, die unsere sexuelle Beziehung mit unserem jetzigen Partner zerstören wollen.

Wir müssen uns ganz bewusst davon trennen, um Vergebung bitten und uns loslösen.

Auch Verletzungen, die ihr euch als Ehepartner in eurer Ehe zugefügt habt, müssen bereinigt und geheilt werden. Der Satz: "die Zeit heilt Wunden" ist eine ganz grosse Lüge.

 

 

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