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Was Eltern raten

"Konzentrier dich nicht bloss auf
Sex!"
Die Zeiten haben sich stark geändert. Und mit ihnen die Einstellung
zur Sexualität. Was raten Eltern heute ihren heranwachsenden Töchtern
und Söhnen?
Willi Meier, 57, Posthalter, verheiratet, zwei Kinder im Alter
von 22 und 21 Jahren, Saland: "Ich habe meinen Kindern geraten,
keusch in die Ehe zu gehen. Ich selber war vor meiner Heirat noch
kein Christ und hatte schon Sex. Jeder voreheliche Geschlechtsverkehr
verschmutzt aber die Gedanken und hinterlässt Wunden. Ich habe meinen
Kindern gesagt, dass es das Beste ist, sich für eine Frau beziehungsweise
einen Mann aufzusparen. So steht es auch in der Bibel. Ausserdem
finde ich es wichtig, dass sich Jugendliche nicht bloss auf Sex
konzentrieren, sondern auch andere Dinge im Leben als wichtig anschauen."
"Du hattest Recht!"
Sieglinde Kämpfer, 53, Bankkauffrau, ein Sohn im Alter von 29 Jahren,
Giessen: "Es waren weit mehr als sechs Sex-Gespräche, die ich mit
meinem Sohn geführt habe: bei Kerzenlicht im Wohnzimmer, auf dem
Bettrand, in der Küche... Ich habe ihm gesagt: "Sex ist ein tolles
Geschenk Gottes, viel zu schön, um es mit wechselnden Freundinnen
stückchenweise auszupacken. Nur exklusiv ist es richtig intensiv,
ein genial schönes Erlebnis, das ihr in eurer Ehe immer wieder geniessen
könnt." - "Es hat mich angesport, bis zur Hochzeit zu warten", erinnert
sich mein Sohn heute und schmunzelt: "Du hattest Recht! In allem...""
"Wertvolles Geschenk"
Renate Kanzinger, 38, Predigersfrau, zwei Kinder im Alter von 14
und 11 Jahren, Altheim/ Alb: "Bei einem Spaziergang erklärte ich
meinen beiden Töchtern das Thema Sexualität folgendermassen: "Gott
hat jeder Frau und jedem Mann ein ganz tolles Geschenk mit auf den
Weg gegeben. Es ist wunderschön eingepackt. So wie ihr beide toll
eingepackte und wertvolle Geschenke nur an von euch ausgesuchte
Leute weiterschenkt, so geht mit dem Geschenk der Sexualität behutsam
um. Lasst es nicht von mehreren Leuten auspacken!""
"Wahre Liebe lernen"
Marlis Erne, 50, Hausfrau, drei Kinder im Alter von 22, 17 und 11
Jahren, Saas Balen: "Ich sage meinen Kindern, dass wahre Liebe mehr
ist als Sexualität. Sex kann den Weg in die Liebe verstellen oder
sie sogar töten. Wahre Liebe muss man lernen, durch Achtung, Geduld,
Demut, Vergebung, Fürsorge, Vertrauen und indem man für den anderen
einsteht. Nur so wird eine tiefe seelische Bindung vermittelt. In
einer solchen Liebe wird Sexualität zur Krönung dieses Bundes."
Quelle: Chrischona
Magazin
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